

SEPA (Single Euro Payments Area) hat als Ziel die Schaffung eines einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraums. Schrittweise sollen in Zukunft sämtliche Transaktionen von der Überweisung über die Kartenzahlung bis hin zum Lastschriftverfahren einbezogen werden. Mit der Einrichtung des SAP SEPA-Pakets lassen sich Zeit- und Administrationsaufwand deutlich reduzieren.
Seit dem 28.01.2008 bieten die Banken in allen EU-Staaten sowie in Island, Norwegen, Liechtenstein und der Schweiz die sogenannte "SEPA-Überweisung" an. Sie kann sowohl für grenzüberschreitende als auch für inländische Transaktionen genutzt werden und soll bis 2012 die nationalen Zahlungsinstrumente ablösen. Für das Verfahren der neuen SEPA-Lastschrift ist ein einheitlicher Rechtsrahmen erforderlich. Die schon bestehende Richtlinie muss bis November 2009 in nationales Recht umgesetzt werden.
Für die Implementierung in SAP werden verschiedene Tools und Funktionen wie z. B. die DMEE (Data Medium Exchange Engine) und PMW (Payment Medium Workbench) genutzt, um die auf XML basierenden SEPA-Zahlungsträgerformate zu entwickeln bzw. zu modifizieren.
Durch die klare und europaweit einheitliche Vorgehensweise steht mit SEPA ein standardisiertes Zahlungs-system von hoher Effizienz und Zuverlässigkeit zur Verfügung. Generelle Standardformate lösen die einzelnen nationalen Zahlungsformate ab und senken so die Gesamtbetriebskosten. Mit SAP können die Zahlungsformate flexibel angepasst werden. Die Möglichkeit zur Zentralisierung des Zahlungsmanagements verbessert außerdem Kontrolle und Risikomanagement innerhalb des SAP Cash Managements.
Um die Einführung zeitlich und kostenmäßig zu entzerren, macht es Sinn, zunächst nur auf SEPA-Überweisung umzustellen und Know-how mit den neuen Tools aufzubauen. Die Einführung der SEPA-Lastschrift kann später in Angriff genommen werden, sobald die Umsetzung ins nationale Recht erfolgt und die Abwicklung der Mandatsverwaltung endgültig geregelt ist.
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